Eierfahrt 2017

Am 15. Januar war es wieder so weit, dass viele Ruderer entlang des Rheins von Mainz bis Bingen sich aufs Wasser wagten, um an der Eierfahrt teilzunehmen. In diesem Jahr wurde die Freude daran weder von Nebel noch von Sturm getrübt. Stattdessen konnten alle Ruderer herrlich sonniges Winterwetter genießen und bekamen sogar eine vom Neuschnee leicht angezuckerte Landschaft zusehen, wie es in unserer Region nur selten der Fall ist.

Früh aufstehen hieß es in diesem Jahr, da der RV Ingelheim zu sich geladen hatte. Das hieß für alle Weisenauer Ruderer satte 26 km zurücklegen zu müssen. Also trafen wir uns bereits um 8 Uhr am Bootshaus. Immerhin elf Aktive kamen zu dieser frühen Stunde zusammen. Mit dem Rennvierer, einem Gigvierer sowie dem gesteuerten Dreier machten wir uns auf den Weg. Nach etwa zwei Stunden erreichte der Rennvierer den Ingelheimer Hafen, wo erst wenige Boote anderer Vereine eingetroffen waren. Noch an der Pritsche wurde uns ein Schnäpschen zum Aufwärmen gereicht. Die gut organisierten Ingelheimer zeigten uns einen Bootsliegeplatz, um sich dann gleich den nächsten ankommenden Ruderern zu widmen.

Der stete Strom weiterer Boote versiegte erst über eine Stunde später. Zu diesem Zeitpunkt war der Saal des Gemeindehauses bereits gut gefüllt. Für die Helfer der DLRG, die vorsorglich während der ganzen Zeit vor Ort waren, mussten noch extra Stühle besorgt werden. Brezel, Eier und Glühwein waren aber zu keiner Zeit Mangelware. So konnten alle gut gestärkt und aufgewärmt den Reden des ersten Vorsitzenden Wolfgang Fluche des RVI sowie der Ingelheimer Bürgermeisterin Eveline Breyer lauschen.

Am Ende stand die obligatorische Bekanntgabe des Gastgebers im nächsten Jahr. Der wurde erst vor Ort nach kurzer Absprache einiger Vorsitzender bestimmt und heißt Weisenauer Ruderverein. So lud Ludwig also die versammelten Ruderer in einer kurzen Ansprache für den 14. Januar 2018 nach Weisenau ein. Kurz darauf machten sich alle auf den Heimweg. Für viele Weisenauer und andere Mainzer ging es mit dem Auto nach Hause, da sie den weiten Heimweg gegen den Strom scheuten. Vielen Dank an dieser Stelle an Ulli Steinfurth, der die Boote mit dem Hänger zurück nach Weisenau transportierte.

Ein paar Verrückte fanden sich dann aber doch, die unbedingt nach Hause rudern wollten und es auch taten. Ralph Schmitt, Michael und Sascha Dürsch sowie Katharina Grill schafften es mit der Rheinadel nach etwa drei Stunden Fahrtzeit kurz vor Einbruch der Dunkelheit in Weisenau anzulegen. Nicht ohne die ein oder andere Blase an den Händen und Krämpfe in den Beinen. Als Grenzerfahrung wurde die Aktion später beurteilt, die man mal gemacht haben kann aber nicht unbedingt wiederholen muss.

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